Leben in Deutschland Test: 15 oder 17 richtige Antworten?

Im Test „Leben in Deutschland“ reichen 15 von 33 für den Orientierungskurs. Für die Einbürgerung brauchst du 17. Regeln, Kosten und Themen erklärt.

Illustration: ein Antwortbogen mit 33 Fragen und eine Punkteskala mit Markierungen bei 15 und 17
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Beim Test Leben in Deutschland gibt es zwei Bestehensgrenzen. Mit 15 von 33 richtigen Antworten hast du den Orientierungskurs bestanden. Für die Einbürgerung brauchst du 17. Die Fragen, die Zeit und der Katalog sind in beiden Fällen gleich. Nur die Zahl, die du erreichen musst, hängt davon ab, wofür du das Ergebnis brauchst. Zuerst die Zahlen. Der Test hat 33 Fragen. Du hast 60 Minuten Zeit. Für den Orientierungskurs reichen 15 richtige Antworten, für die Einbürgerung sind 17 nötig. Und alle Fragen stammen aus einem Katalog, aus dem für dich 310 Fragen zählen. Die beiden Zahlen stehen in zwei verschiedenen Verordnungen. Die Integrationskurstestverordnung regelt den Test als Abschluss des Orientierungskurses. In Paragraph 10 steht, dass mindestens 15 der 33 Fragen richtig sein müssen. Die Einbürgerungstestverordnung ist strenger. Nach Paragraph 1 ist der Einbürgerungstest bestanden, wenn du unter Aufsicht in 60 Minuten mindestens 17 der 33 Fragen richtig beantwortest. Trotzdem ist es derselbe Test. Umfang und Dauer sind gleich, und die Fragen kommen aus demselben Katalog. So steht es in Paragraph 3 der Integrationskurstestverordnung. In Prozent sieht der Abstand klein aus. 15 von 33 sind 45,5 Prozent, 17 von 33 sind 51,5 Prozent. Beim Orientierungskurs darfst du also 18 Fragen falsch beantworten, bei der Einbürgerung nur 16. Es geht um genau zwei Fragen. Welche Grenze für dich gilt, zeigt diese Entscheidung. Hast du mindestens 17 richtige Antworten, reicht dein Ergebnis für den Orientierungskurs und für die Einbürgerung. Hast du 15 oder 16, ist der Orientierungskurs bestanden, für die Einbürgerung ist es aber zu wenig. Unter 15 ist der Test nicht bestanden. Wiederholen kannst du ihn unbegrenzt oft. Ein Beispiel. Nimm an, du machst den Integrationskurs. Im Sprachtest erreichst du B1, und im Test Leben in Deutschland hast du 16 richtige Antworten. Du hast den Orientierungskurs bestanden und bekommst das Zertifikat Integrationskurs. Zwei Jahre später willst du die Einbürgerung beantragen. Jetzt fehlt dir eine einzige Frage. Du meldest dich also noch einmal an, diesmal zum Einbürgerungstest bei einer Prüfstelle. Du zahlst 25 Euro und wartest wieder auf das Ergebnis. Mit einer richtigen Antwort mehr im Kurs wäre das nicht nötig gewesen. Ab 17 richtigen Antworten zählt dein Ergebnis dagegen für beide Zwecke. Nach Paragraph 17 der Integrationskursverordnung weist du damit auch die Kenntnisse für die Einbürgerung nach, und die 25 Euro fallen nicht an. Eine Bedingung gibt es. Die Bescheinigung wird ausgestellt, wenn dein Bundesland eine Verwaltungsvereinbarung mit dem BAMF hat. Ob das bei dir so ist, weiß deine Einbürgerungsbehörde. Frag dort nach. Im Alltag werden die beiden Namen oft verwechselt. Der Inhalt ist gleich, der Rahmen nicht. Den Test Leben in Deutschland schreibst du zum Abschluss des Orientierungskurses. Den Einbürgerungstest machst du für deinen Einbürgerungsantrag, auch ohne Kurs. Beide haben 33 Fragen und 60 Minuten. Der eine ist ab 15 richtigen Antworten bestanden, der andere ab 17. Im Integrationskurs trägt das BAMF die Kosten für die erste Teilnahme. Der Einbürgerungstest kostet 25 Euro pro Versuch. Wiederholen kannst du beide unbegrenzt. Und das Ergebnis bekommst du in beiden Fällen schriftlich. Jeder Fragebogen hat 33 Fragen mit je vier Antworten, und genau eine davon ist richtig. 30 Fragen kommen aus den 300 allgemeinen Fragen. 3 Fragen beziehen sich auf das Bundesland, in dem du wohnst. Sie kommen aus den 10 Fragen deines Bundeslands. Aus dem Katalog erstellt das BAMF 100 Fragebögen, und die werden nicht veröffentlicht. Du weißt also vorher nicht, welche 33 Fragen du bekommst. Du kannst aber alle Fragen kennen, aus denen sie gezogen werden. Für dich zählen 310 Fragen, die 300 allgemeinen und die 10 deines Bundeslands. 60 Minuten für 33 Fragen sind knapp zwei Minuten pro Frage. Das ist viel Zeit für einen Test, bei dem du nur ankreuzt. Die allgemeinen Fragen stammen aus drei Themenfeldern. Im Katalog steht aber bei keiner Frage, zu welchem Feld sie gehört. Zielor hat deshalb alle 300 allgemeinen Fragen einzeln zugeordnet und gezählt, als redaktionelle Einteilung, nicht als amtliche. Gut die Hälfte, 157 von 300 Fragen, gehört zu Leben in der Demokratie. 92 Fragen gehören zu Geschichte und Verantwortung, und 51 zu Mensch und Gesellschaft. Feiner aufgeteilt ist Staat, Parlament, Parteien und Symbole der größte Block, mit 55 Fragen. Wahlen und Mitwirkung kommen auf 34. Zusammen sind das fast 30 Prozent aller allgemeinen Fragen. Bei Geschichte dominiert die Zeit nach 1945. Nachkriegszeit, DDR und Wiedervereinigung stellen 45 Fragen, der Nationalsozialismus 17. Und 10 Fragen gelten jüdischem Leben, Antisemitismus und Israel. Sie stehen verstreut im Katalog. Wer nur blockweise lernt, übersieht sie leicht. Für die Einbürgerung verlangt das Staatsangehörigkeitsgesetz Kenntnisse der Rechtsordnung, der Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland. In der Regel weist du sie mit einem erfolgreichen Einbürgerungstest nach. Ein Vorbereitungskurs ist freiwillig. Keinen Test brauchst du, wenn du einen deutschen Schulabschluss erworben hast. Das gilt auch, wenn du die Anforderungen wegen einer Krankheit, einer Behinderung oder altersbedingt nicht erfüllen kannst. Und der Test ist nur ein Baustein. Für die Einbürgerung brauchst du außerdem ausreichende Deutschkenntnisse, in der Regel eine Sprachprüfung auf B1. Im Integrationskurs trägt das BAMF die Kosten für die einmalige Teilnahme an den Abschlusstests. Anmelden musst du dich bei einer zugelassenen Prüfungsstelle, meist über deinen Kursträger. Den Einbürgerungstest ohne Kurs meldest du selbst bei einer Prüfstelle an. Er kostet 25 Euro. Am Prüfungstag brauchst du ein gültiges amtliches Ausweisdokument mit Lichtbild. Es liegt während des Tests sichtbar auf deinem Tisch. Erlaubt sind nur blaue oder schwarze Kugelschreiber. Und dein Handy gibst du ausgeschaltet bei der Aufsicht ab. Ausgewertet wird zentral beim BAMF, nicht an der Prüfstelle. Das Ergebnis kommt deshalb nicht am Prüfungstag, sondern später als Bescheinigung per Post. Am 28. September 2026 stand auf der Einbürgerungsseite des BAMF, dass Tests bis zum Prüfungsdatum 3. Juli 2026 ausgewertet werden. Das sind knapp drei Monate. Es ist eine Momentaufnahme, kein fester Wert. Plane die Wartezeit trotzdem ein. Und nach einem Umzug gilt die Bescheinigung weiter. Kann ich den Test online machen? Nein. Üben kannst du online, im Online-Testcenter des BAMF. Der Test selbst findet unter Aufsicht statt und wird auf Papier geschrieben. Der Katalog ist öffentlich. Das macht den Test planbar. Rechne mit 17, nicht mit 15, wenn eine Einbürgerung für dich in Frage kommt. Lerne nach Themen, nicht nach Nummern. Vergiss die 10 Fragen deines Bundeslands nicht, denn 3 von 33 Fragen kommen aus diesem kleinen Pool. Übe unter echten Bedingungen, mit einem Wecker auf 60 Minuten. Und wiederhole, was du falsch hattest. Verlass dich nicht auf die 15. Wer im Integrationskurs mit 15 oder 16 richtigen Antworten nach Hause geht, hat bestanden. Einen Nachweis für die Einbürgerung hält er trotzdem noch nicht in der Hand. Wenn du schon weißt, dass du dich einbürgern lassen willst, plane von Anfang an mit 17. Zum Schluss das Wichtigste. Der Test hat 33 Fragen und 60 Minuten. 15 richtige Antworten reichen für den Orientierungskurs. 17 brauchst du für die Einbürgerung. Und alle Fragen kommen aus einem öffentlichen Katalog, für dich sind es 310. Den ganzen Ratgeber mit allen Quellen findest du auf zielor.de. Dort kannst du dich auch auf die Warteliste setzen, wenn du wissen willst, wann die Zielor App startet. Zielor ist ein unabhängiges Angebot und steht in keiner Verbindung zum BAMF.

Auf dieser Seite
  1. Ein Test, zwei Bestehensgrenzen
  2. Was 15 oder 16 richtige Antworten bedeuten
  3. Ein Beispiel mit 16 Punkten
  4. Was ab 17 richtigen Antworten passiert
  5. Test „Leben in Deutschland“ und Einbürgerungstest im Vergleich
  6. So ist der Testbogen aufgebaut
  7. Welche Themen der Katalog abdeckt
  8. Wer den Test machen muss und wer nicht
  9. Kosten, Anmeldung und Wiederholung
  10. Ergebnis und Bescheinigung
  11. Kurze Antworten auf häufige Fragen
  12. So bereitest du dich sinnvoll vor
  13. Quellen

Für den Test „Leben in Deutschland“ gibt es zwei Bestehensgrenzen. Mit mindestens 15 von 33 richtigen Antworten hast du den Orientierungskurs im Integrationskurs bestanden. Für die Einbürgerung zählt der Test erst ab 17 richtigen Antworten, denn so steht es in der Einbürgerungstestverordnung.

Die Fragen, die Zeit und der Katalog sind in beiden Fällen gleich. Nur die Zahl, die du erreichen musst, hängt davon ab, wofür du das Ergebnis brauchst. Wenn du schon weißt, dass du dich einbürgern lassen willst, plane deshalb von Anfang an mit 17.

Zahlen

Der Test in vier Zahlen

Vier Kennzahlen zum Test Leben in Deutschland: 33 Fragen, 60 Minuten, 15 oder 17 richtige Antworten, 310 Fragen im Katalog pro Bundesland.

  • 33

    Fragen

    30 allgemein, 3 zum Bundesland

  • 60

    Minuten

    für alle 33 Fragen

  • 15 / 17

    richtige Antworten

    Orientierungskurs / Einbürgerung

  • 310

    Fragen im Katalog

    300 allgemein plus 10 deines Bundeslands

Stand: Quelle: EinbTestV, IntTestV, BAMF Gesamtfragenkatalog

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Der Test Leben in Deutschland und der Einbürgerungstest haben 33 Fragen und dauern 60 Minuten. Für den Orientierungskurs reichen 15 richtige Antworten, für die Einbürgerung sind 17 nötig. Die Fragen stammen aus einem Katalog mit 300 allgemeinen Fragen und 10 Fragen pro Bundesland, zusammen 310 für jede Person.

Ein Test, zwei Bestehensgrenzen

Die beiden Zahlen stehen in zwei verschiedenen Verordnungen, und deshalb liest du je nach Quelle mal die eine, mal die andere Zahl.

Die Integrationskurstestverordnung regelt den Test „Leben in Deutschland“ als Abschlusstest des Orientierungskurses. Dort heißt es in § 10 Absatz 2, dass mindestens 15 der 33 Fragen eines Fragebogens richtig sein müssen. Die Einbürgerungstestverordnung sagt in § 1 Absatz 3 etwas Strengeres. Der Einbürgerungstest ist bestanden, wenn unter Aufsicht innerhalb von 60 Minuten mindestens 17 der 33 Fragen richtig beantwortet sind.

Dass es wirklich um denselben Test geht, steht in § 3 Absatz 2 der Integrationskurstestverordnung. Umfang und Dauer des Tests „Leben in Deutschland“ entsprechen danach genau der Einbürgerungstestverordnung und ihrem Fragenkatalog. Das BAMF schreibt es auf seiner Seite zur Abschlussprüfung ebenfalls so. Der Test ist mit 15 von 33 bestanden, und für den Nachweis der Kenntnisse für die Einbürgerung sind 17 von 33 nötig.

15 von 33 sind 45,5 Prozent, 17 von 33 sind 51,5 Prozent. Beim Orientierungskurs darfst du 18 Fragen falsch beantworten, bei der Einbürgerung nur 16. Es geht also um genau zwei Fragen.

Wofür du das Ergebnis brauchstMindestens richtigHöchstens falschRechtsgrundlage
Orientierungskurs (Integrationskurs)15 von 3318§ 10 Abs. 2 IntTestV
Einbürgerung17 von 3316§ 1 Abs. 3 EinbTestV

Stand: 28.09.2026

Bestehensregel

Reicht dein Ergebnis? 15 oder 17 richtige Antworten

Entscheidungsbaum: ab 17 richtigen Antworten reicht der Test für Orientierungskurs und Einbürgerung, mit 15 oder 16 nur für den Orientierungskurs, unter 15 ist er nicht bestanden.

  1. Mindestens 17 von 33 Fragen richtig?

    Ja

    Reicht für Orientierungskurs und Einbürgerung

    Im Integrationskurs gibt es die Einbürgerungstest-Bescheinigung, wenn dein Bundesland eine Verwaltungsvereinbarung mit dem BAMF hat.

    Nein
  2. Mindestens 15 von 33 Fragen richtig?

    Ja

    15 oder 16: Orientierungskurs bestanden, für die Einbürgerung zu wenig

    Für den Einbürgerungsantrag fehlen dir höchstens zwei Fragen. Der Test kann wiederholt werden.

    Nein

    Unter 15: nicht bestanden

    Der Test kann unbegrenzt oft wiederholt werden.

Stand: Quelle: § 1 Abs. 3 EinbTestV, § 10 IntTestV, § 17 Abs. 5 IntV

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Hast du mindestens 17 der 33 Fragen richtig, reicht das Ergebnis für den Orientierungskurs und für die Einbürgerung. Im Integrationskurs gibt es die Einbürgerungstest-Bescheinigung dann, wenn dein Bundesland eine Verwaltungsvereinbarung mit dem BAMF hat. Mit 15 oder 16 richtigen Antworten ist der Orientierungskurs bestanden, für die Einbürgerung reicht es nicht. Unter 15 ist der Test nicht bestanden, du kannst ihn unbegrenzt oft wiederholen.

Was 15 oder 16 richtige Antworten bedeuten

Mit 15 oder 16 richtigen Antworten hast du den Orientierungskurs bestanden. Zusammen mit B1 im Sprachtest bekommst du dann das „Zertifikat Integrationskurs“. So regelt es § 17 der Integrationskursverordnung in den Absätzen 2 und 4. Für deinen Einbürgerungsantrag reicht dieses Ergebnis aber nicht. Dort brauchst du 17.

Das ist der Fall, den die offiziellen Seiten nicht auf einen Blick zeigen. Wer im Integrationskurs mit 16 Punkten nach Hause geht, hat bestanden und hält trotzdem noch keinen Nachweis für die Einbürgerung in der Hand. Die gute Nachricht ist, dass die Prüfungen nach der Integrationskurstestverordnung unbegrenzt häufig wiederholt werden können (§ 9 Absatz 3).

Ein Beispiel mit 16 Punkten

Nimm an, du machst den Integrationskurs, erreichst im Sprachtest B1 und im Test „Leben in Deutschland“ 16 richtige Antworten. Für den Kurs ist alles gut. Du hast den Orientierungskurs bestanden und bekommst das Zertifikat Integrationskurs.

Zwei Jahre später willst du die Einbürgerung beantragen. Jetzt fehlt dir eine einzige Frage. Du meldest dich also noch einmal an, diesmal zum Einbürgerungstest bei einer Prüfstelle, zahlst 25 Euro und wartest auf Termin und Ergebnis. Mit einer richtigen Antwort mehr im Kurs wäre das nicht nötig gewesen.

Was ab 17 richtigen Antworten passiert

Ab 17 richtigen Antworten zählt dein Ergebnis für beide Zwecke. § 17 Absatz 5 der Integrationskursverordnung sagt, dass du mit dem Test „Leben in Deutschland“ auch die Kenntnisse für die Einbürgerung nachweisen kannst. Die 25 Euro Kostenpauschale aus der Einbürgerungstestverordnung fallen dabei nicht an.

Es gibt eine Bedingung, die du kennen solltest. Nach § 10 Absatz 3 der Integrationskurstestverordnung wird die Bescheinigung nach der Einbürgerungstestverordnung ausgestellt, wenn dein Bundesland eine Verwaltungsvereinbarung mit dem BAMF hat. Ob das bei dir so ist, weiß deine Einbürgerungsbehörde. Frag dort nach, bevor du dich auf das Ergebnis aus dem Integrationskurs verlässt.

Test „Leben in Deutschland“ und Einbürgerungstest im Vergleich

Im Alltag sagen viele „Einbürgerungstest“ und meinen den Test „Leben in Deutschland“, oder umgekehrt. Der Inhalt ist gleich, der Rahmen nicht. Die Übersicht zeigt, was sich unterscheidet.

Vergleich

Test Leben in Deutschland und Einbürgerungstest

Vergleich der beiden Tests: gleiche Fragen und Zeit, unterschiedliche Bestehensgrenze, Kosten und Bescheinigung.

ZeileTest „Leben in Deutschland“Einbürgerungstest
WannAbschluss des Orientierungskursesfür den Einbürgerungsantrag, ohne Kurs
Wozugelassene PrüfungsstellePrüfstelle, Einbürgerungsbehörde berät
Fragen und Zeit33 Fragen, 60 Minuten33 Fragen, 60 Minuten
Bestanden ab15 richtigen Antworten17 richtigen Antworten
Kostenerste Teilnahme trägt das BAMF25 Euro pro Versuch
Wiederholungunbegrenztunbegrenzt
ErgebnisZertifikat Integrationskurs oder ErgebnisbescheinigungBescheinigung des BAMF per Post

Stand: Quelle: EinbTestV, IntTestV, IntV, BAMF, Hamburg.de

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Beide Tests haben 33 Fragen und 60 Minuten. Der Test Leben in Deutschland schließt den Orientierungskurs ab, ist mit 15 richtigen Antworten bestanden, und die erste Teilnahme bezahlt das BAMF. Der Einbürgerungstest ist ohne Kurs möglich, braucht 17 richtige Antworten und kostet 25 Euro pro Versuch. Beide können unbegrenzt wiederholt werden. Im Integrationskurs gibt es das Zertifikat Integrationskurs oder eine Ergebnisbescheinigung, beim Einbürgerungstest eine Bescheinigung des BAMF per Post.

Stand: 28.09.2026

Die Angabe zur Wiederholung des Einbürgerungstests stammt von der Hamburger Behörde für Inneres und Sport. Die Einbürgerungstestverordnung selbst begrenzt die Zahl der Versuche nicht.

So ist der Testbogen aufgebaut

Jeder Fragebogen hat 33 Fragen mit je vier Antworten, von denen genau eine richtig ist (§ 1 Absatz 1 und 2 EinbTestV). Drei der 33 Fragen beziehen sich auf das Bundesland, in dem du wohnst. Die anderen 30 kommen aus den 300 allgemeinen Fragen.

Prüfungsaufbau

So ist der Testbogen aufgebaut

Aufbau des Testbogens: 30 allgemeine Fragen und 3 Fragen zum Bundesland, zusammen 33 Fragen in 60 Minuten.

Leben in Deutschland / Einbürgerungstest33 Fragen, je 4 Antworten, 1 richtig
  1. Allgemeine Fragen

    Aufgaben
    30

    aus 300 Fragen

  2. Fragen zum Bundesland

    Aufgaben
    3

    aus 10 Fragen deines Bundeslands

Gesamt60 Minuten

Stand: Quelle: § 1 EinbTestV, BAMF Gesamtfragenkatalog

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Der Testbogen besteht aus 30 allgemeinen Fragen aus dem Katalog mit 300 Fragen und 3 Fragen zu deinem Bundesland aus einem Pool von 10 Fragen. Jede Frage hat vier Antworten, genau eine ist richtig. Für alle 33 Fragen hast du zusammen 60 Minuten.

Aus dem Katalog werden 100 Fragebögen erstellt, und die werden nicht veröffentlicht. Du kannst also nicht vorher wissen, welche 33 Fragen du bekommst. Du kannst aber alle Fragen kennen, aus denen sie gezogen werden. Der Gesamtfragenkatalog steht beim BAMF als PDF bereit. Er enthält 300 bundesweite Fragen und 160 Fragen zu den Bundesländern, also zehn pro Land. Für dich zählen damit 310 Fragen, die 300 allgemeinen und die zehn deines Bundeslands.

60 Minuten für 33 Fragen sind knapp zwei Minuten pro Frage. Für einen reinen Ankreuztest ist das viel Zeit.

Welche Themen der Katalog abdeckt

Laut Anlage 1 der Einbürgerungstestverordnung stammen die allgemeinen Fragen aus den drei Themenfeldern „Leben in der Demokratie“, „Geschichte und Verantwortung“ und „Mensch und Gesellschaft“. Im Katalog selbst steht aber bei keiner Frage, zu welchem Feld sie gehört. Wir haben deshalb alle 300 allgemeinen Fragen des Katalogs mit Stand 07.05.2025 einzeln einem Thema zugeordnet und die Treffer mit einem kleinen Skript gezählt.

Eine Einschränkung vorweg. Die Zuordnung ist unsere redaktionelle Einteilung, keine amtliche. Eine Frage zur Sozialversicherung kann man zur Demokratie zählen oder zum Alltag, und eine andere Einteilung ergibt andere Zahlen. Die Größenordnung ändert sich dadurch kaum.

Diagramm

300 allgemeine Fragen nach Themenfeld

Balkendiagramm: Leben in der Demokratie 157 Fragen, Geschichte und Verantwortung 92, Mensch und Gesellschaft 51.

Werte in Fragen

  • Leben in der Demokratie157
  • Geschichte und Verantwortung92
  • Mensch und Gesellschaft51

Stand: Quelle: Zielor-Zählung aus dem BAMF Gesamtfragenkatalog, Stand 07.05.2025

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Zielor hat die 300 allgemeinen Fragen des Gesamtfragenkatalogs (Stand 07.05.2025) einzeln den drei Themenfeldern der Einbürgerungstestverordnung zugeordnet. Leben in der Demokratie umfasst 157 Fragen, Geschichte und Verantwortung 92 und Mensch und Gesellschaft 51. Der Katalog selbst nennt keine Themen, die Einteilung ist redaktionell.

Gut die Hälfte des Katalogs, 157 von 300 Fragen, gehört zu „Leben in der Demokratie“. Das passt zum Rahmencurriculum in Anlage 2 der Verordnung, das diesen Bereich als Kern des Einbürgerungskurses beschreibt. 92 Fragen gehören zu „Geschichte und Verantwortung“, 51 zu „Mensch und Gesellschaft“.

Feiner aufgeteilt sieht es so aus.

Diagramm

Wo sich die 300 Fragen häufen

Balkendiagramm mit elf Unterthemen, angeführt von Staat, Parlament, Parteien und Symbolen mit 55 Fragen und der Nachkriegszeit mit DDR und Wiedervereinigung mit 45 Fragen.

Werte in Fragen

  • Staat, Parlament, Parteien, Symbole55
  • Nachkriegszeit, DDR, Wiedervereinigung45
  • Wahlen und Mitwirkung34
  • Familie, Schule, Behörden, Alltag34
  • Grundgesetz, Grundrechte, Rechtsstaat33
  • Europa, EU und Nachbarländer20
  • Arbeit, Sozialversicherung, Wirtschaft18
  • Gerichte, Polizei, Rechte im Alltag17
  • Nationalsozialismus und Erinnerung17
  • Religion, Feste, Vielfalt, Migration17
  • Jüdisches Leben, Antisemitismus, Israel10

Stand: Quelle: Zielor-Zählung aus dem BAMF Gesamtfragenkatalog, Stand 07.05.2025

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Nach Unterthemen gezählt: Staat, Parlament, Parteien und Symbole 55 Fragen; Nachkriegszeit, DDR und Wiedervereinigung 45; Wahlen und Mitwirkung 34; Familie, Schule, Behörden und Alltag 34; Grundgesetz, Grundrechte und Rechtsstaat 33; Europa, EU und Nachbarländer 20; Arbeit, Sozialversicherung und Wirtschaft 18; Gerichte, Polizei und Rechte im Alltag 17; Nationalsozialismus und Erinnerung 17; Religion, Feste, Vielfalt und Migration 17; jüdisches Leben, Antisemitismus und Israel 10. Die Zuordnung ist eine redaktionelle Einteilung von Zielor.

Drei Beobachtungen helfen beim Lernen.

  • Staat und Wahlen sind der größte Block. Bundestag, Bundesrat, Regierung, Parteien und Symbole kommen auf 55 Fragen, Wahlen und Mitwirkung auf 34. Zusammen sind das fast 30 Prozent aller allgemeinen Fragen. Wer diese Grundlagen sicher kann, hat einen großen Teil des Katalogs schon im Griff.
  • Bei Geschichte dominiert die Zeit nach 1945. Besatzungszonen, Gründung der Bundesrepublik, DDR und Wiedervereinigung stellen 45 Fragen, der Nationalsozialismus 17. Viele Fragen drehen sich um Jahreszahlen und Namen, die man einmal ordnen und dann wiederholen muss.
  • Zehn Fragen gelten jüdischem Leben, Antisemitismus und Israel. Sie stehen verstreut im Katalog und nicht in einem eigenen Abschnitt. Wer nur blockweise lernt, übersieht sie leicht.

Für die Zählung haben wir nur mit Fragennummern gearbeitet, nicht mit dem Fragentext. Die Fragen selbst liest du im Original beim BAMF.

Wer den Test machen muss und wer nicht

Für die Einbürgerung verlangt § 10 Absatz 1 Nummer 7 des Staatsangehörigkeitsgesetzes Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland. Nach Absatz 5 weist du sie in der Regel mit einem erfolgreichen Einbürgerungstest nach. Ein Vorbereitungskurs wird angeboten, ist aber freiwillig.

Ausnahmen nennt das BAMF auf seiner Seite zur Einbürgerung. Keinen Test brauchst du, wenn du einen deutschen Schulabschluss erworben hast. Ebenso wenig, wenn du die Anforderungen wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit, einer Behinderung oder altersbedingt nicht erfüllen kannst (§ 10 Absatz 6 StAG). Weitere Ausnahmen gibt es für frühere Gast- und Vertragsarbeitnehmer und in Härtefällen (§ 10 Absatz 6 Satz 2 StAG).

Der Test ist übrigens nur ein Baustein. Für die Einbürgerung brauchst du außerdem ausreichende Deutschkenntnisse, in der Regel eine Sprachprüfung auf B1 (§ 10 Absatz 4 StAG). Im Integrationskurs ist der Test „Leben in Deutschland“ der Abschluss des Orientierungskurses. Dieser Kursteil umfasst nach § 12 der Integrationskursverordnung 100 Unterrichtsstunden und folgt auf den Sprachkurs.

Kosten, Anmeldung und Wiederholung

Im Integrationskurs trägt das BAMF die Kosten für die einmalige Teilnahme an den Abschlusstests (§ 17 Absatz 3 IntV). Anmelden musst du dich bei einer zugelassenen Prüfungsstelle, meist über deinen Kursträger. Was ein weiterer Versuch kostet, erfährst du dort.

Den Einbürgerungstest ohne Kurs meldest du selbst bei einer Prüfstelle an. Er kostet 25 Euro. Welche Prüfstellen in deiner Nähe infrage kommen, sagt dir deine Einbürgerungsbehörde, und das BAMF veröffentlicht Listen pro Bundesland. Wie das konkret abläuft, von der Anmeldung bis zur Bescheinigung, erklärt unser Ratgeber Einbürgerungstest Termin und Kosten 2026 Schritt für Schritt.

Am Prüfungstag brauchst du ein gültiges amtliches Ausweisdokument mit Lichtbild. Es liegt während des Tests sichtbar auf deinem Tisch (§ 6 IntTestV). Laut Informationsblatt des BAMF sind nur blaue oder schwarze Kugelschreiber erlaubt, und das Handy gibst du ausgeschaltet bei der Aufsicht ab.

Kostenübersicht, Stand: 28.09.2026

PostenBetragQuelle
Test „Leben in Deutschland“ im Integrationskurs, erster Versuchträgt das BAMF§ 17 Abs. 3 IntV
Einbürgerungstest25 Euro pro Versuch§ 2 Abs. 1 EinbTestV, BAMF

Ergebnis und Bescheinigung

Die Tests werden in der Regel zentral beim BAMF ausgewertet, nicht an der Prüfstelle. Das Ergebnis kommt deshalb nicht am Prüfungstag, sondern später als Bescheinigung per Post. Nach der Prüfungsordnung für den Einbürgerungstest enthält sie die Gesamtpunktzahl und das Prädikat „erfolgreich teilgenommen“ oder „teilgenommen“.

Wie lange das dauert, schreibt das BAMF selbst auf seiner Einbürgerungsseite. Am 28.09.2026 stand dort, dass Tests bis zum Prüfungsdatum 03.07.2026 ausgewertet sind, für beide Tests. Zwischen diesen beiden Daten liegen knapp drei Monate. Das ist eine Momentaufnahme, kein fester Wert, aber sie zeigt, dass du die Wartezeit in deine Planung einrechnen solltest. Wer seinen Einbürgerungsantrag an einem Stichtag stellen möchte, legt den Test besser früh ab.

Zwei Regeln sind danach nützlich. Die Bescheinigung gilt nach § 1 Absatz 4 EinbTestV auch dann weiter, wenn du umziehst und eine andere Behörde zuständig wird. Und beim Test im Integrationskurs kannst du die Prüfungsunterlagen innerhalb von drei Monaten nach der Mitteilung des Ergebnisses einsehen (§ 11 IntTestV).

Kurze Antworten auf häufige Fragen

Kann ich den Test online machen? Nein. Üben kannst du im Online-Testcenter des BAMF, aber der Test selbst findet unter Aufsicht statt (§ 1 Absatz 3 EinbTestV). Nach der Prüfungsordnung des BAMF wird er auf Papier geschrieben.

Muss ich vorher einen Kurs besuchen? Für den Einbürgerungstest nicht. Einbürgerungskurse werden angeboten, die Teilnahme ist freiwillig (§ 10 Absatz 5 StAG). Den Test „Leben in Deutschland“ schreibst du dagegen am Ende des Orientierungskurses.

Welche Fragen zum Bundesland bekomme ich? Die zehn Fragen des Bundeslands, in dem du wohnst. Drei davon stehen in deinem Fragebogen.

Muss ich den Test nach einem Umzug wiederholen? Nein. Die Bescheinigung gilt auch gegenüber der neuen Einbürgerungsbehörde.

So bereitest du dich sinnvoll vor

Der Katalog ist öffentlich, und genau das macht diesen Test planbar. Mehr als Auswendiglernen hilft es aber, die Zusammenhänge zu verstehen. Manche falschen Antworten im Katalog klingen auf den ersten Blick plausibel.

So würden wir die Vorbereitung aufbauen.

  1. Rechne mit 17, nicht mit 15. Wenn eine Einbürgerung für dich infrage kommt, ist 17 dein Ziel. Genau diese zwei Fragen entscheiden, ob ein bestandener Test auch für die Einbürgerung reicht.
  2. Lerne nach Themen. Die Fragen zu einem Thema stehen im Katalog nicht immer zusammen. Wer die Wahlfragen oder die Fragen zur DDR gemeinsam lernt, erkennt Muster schneller.
  3. Vergiss die zehn Fragen deines Bundeslands nicht. Drei von 33 Fragen kommen aus diesem kleinen Pool. Hier holst du mit wenig Aufwand am sichersten Punkte.
  4. Übe unter echten Bedingungen. Im Online-Testcenter des BAMF kannst du den ganzen Katalog für dein Bundesland durchgehen und einen Musterfragebogen ausfüllen. Stell dir dafür einen Wecker auf 60 Minuten.
  5. Wiederhole, was du falsch hattest. Eine Liste deiner Fehler ist mehr wert als ein weiterer Durchgang durch alle 310 Fragen.

Zielor ist eine App für die Vorbereitung auf deutsche Prüfungen, auch auf diesen Test, und gerade noch in Entwicklung. Wenn du wissen willst, wann sie startet, kannst du dich auf die Warteliste setzen. Zielor ist ein unabhängiges Angebot und steht in keiner Verbindung zum BAMF.


So ist dieser Artikel entstanden: Er wurde mit KI-Unterstützung aus den unten verlinkten offiziellen Dokumenten erarbeitet und von Kevin Gabeci geprüft.

Quellen

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Illustration: Ein Prüfungsbogen mit angekreuzten Kästchen und dem Stempel Bestanden